ReligionReligion ist ein Thema welches mich schon seit meiner Jugend umtreibt. So Mitte zwanzig habe ich dann beschlossen die Sache genauer zu untersuchen und bin zu dem Schluß gekommen, dass es keinen Gott gibt. Wie ich zu dieser Erkenntnis kam ist weiter unten im Detail erklärt. In den letzten paar Jahren habe ich mich allerdings immer mehr religiös radikalisiert und bin eigentlich der Meinung man muß jetzt endlich zuschlagen. Und das mache ich jetzt auch mit diesem Text. Der durch Religionen gerechtfertigte Terrorismus ist einfach unerträglich. Ich bin der Meinung, man muß diesen bekämpfen, und zwar an der Wurzel des Übel. Der Terrorist ist in der Regel ein Looser, der es nicht geschafft hat, in unserer Gesellschaft Fuß zu fassen. Er hat keinen Erfolg, weder beruflich noch privat. Dann wird ihm die mögliche Lösung präsentiert: Wer als Märtyrer im heiligen Krieg stirbt, der kommt ins Paradies und wird von 72 Jungfrauen verwöhnt. Es ist der Glaube an diesen Unfug der immer wieder Menschen dazu bringt zu morden. Diese Leute wollen raus aus ihrer mißlichen Lage und statt dessen ins Paradies. Die Lösung dieses Problems ist einfach: man muß den Leuten die Wahrheit sagen: Es gibt keinen Gott! - und natürlich auch kein Paradies mit 72 Jungfrauen. Leider macht das keiner. Also mach ich dann mal den Anfang. Es sieht so aus, dass viele das Gefühl haben, mit dieser Aussage, der uns so wichtigen Religionsfreiheit, zu widersprechen. Aber müssen wir wegen der Religionsfreiheit Morde und Terrorismus tolerieren? Wenn im Koran steht: Töte alle Ungläubigen, wird dann ein solcher Mord durch die Religionsfreiheit gedeckt? Ich sage: Nein! Das Aussprechen der Wahrheit muss immer erlaubt sein! Leider wird das Aussprechen dieser Wahrheit in vielen islamischen Staaten mit dem Tode bestraft - es ist ja die höchste Form der Blasphemie. Woher weiß ich dass es keinen Gott gibt?In den Achtzigern hatten meine Eltern unser Gästezimmer für die Unterbringung von Besuchern eines Kirchentages in Hamburg angeboten. Bekommen haben wir einen Pfarrer aus Bayern, der - recht trinkfest - beharrlich versucht hat - bis morgens um 3 Uhr - mich zu bekehren. Er sagte: Die Existenz Gottes kann man nicht beweisen, aber die Nicht-Existenz auch nicht. Mit diesem Statement hat er allerdings nur gezeigt, dass er nicht besonders viel von Beweisen versteht. Eine Nicht-Existenz läßt sich grundsätzlich nicht beweisen. Aber was können wir daraus schließen, dass man die Existenz Gottes nicht beweisen kann? Gott hinterläßt keine Spuren. Man stelle sich einmal vor, es gäbe zwei identische Universen, die sich nur dadurch unterscheiden, dass es in einem einen Gott gibt, aber in dem anderen nicht. Die beiden Universen wären nicht von einander zu unterscheiden, denn wenn es einen Unterschied gäbe, dann wäre das ja ein Beweis für Gottes Existenz. Gott ist 100% inaktiv. Er tut nichts. Er hat auch unsere Welt nicht erschaffen, wie wir heute durch die Arbeit der Wissenschaft wissen. Selbst wenn er uns erschaffen hätte - wer hat dann Gott erschaffen? Ein Super-Gott? Und wer hat den gemacht? Die Religionen sagen uns, Gott ist gut und er hilft uns. Da frage ich mich, warum tut er nichts gegen so schlimme Dinge wie sexueller Kindesmißbrauch in kirchlichen Einrichtungen? Warum stoppt er nicht religiös motivierte Terroristen? Warum läßt er es nicht ein wenig regnen wenn Menschen (und Tiere) durch eine Dürre verhungern? Gott tut absolut nichts! Wenn es einen Gott gäbe, dann würde ich auch erwarten, dass er unseren Religions-Dschungel einmal aufräumt. Es gibt hunderte Religionen, und es werden immer mehr. Warum stellt Gott nicht klar was er von uns erwartet? Moses hat er auf dem Berg Sinai gesagt Du sollst nicht töten. Ein paar Tausend Jahre später sagte er dann Mohammed Töte alle Ungläubigen. Ja, was den nun? Ist es in Gottes Sinne, dass die vielen unterschiedlichen Religionen als Grundlage für schwere Kriege genutzt werden? Übrigens sind es gerade die Theologen, die am besten wissen, dass es keinen Gott gibt. Im Theologie-Studium geht es in erster Linie um die Entstehung von Religionen. Man lernt da, dass alle Religionen zu 100% von Menschen gemacht sind. Gott hat auch hier absolut nichts getan. Wie sind Religionen entstanden?Erstaunt habe ich vor einiger Zeit erfahren, dass es eine genetische Veranlagung zur Religiosität gibt. Eine solche Veranlagung bildet sich in der Evolution nur, wenn sie einen Überlebensvorteil bringt. Religiöse Menschen hatten also in den letzten 120.000 Jahren (so lange gibt es schon Religionen) besser überlebt als ungläubige. Der Grund ist einfach: Die Religiösen sind die besseren - vor allem die härteren - Soldaten. Religionen wurden von Anführern benutzt um Soldaten zu motivieren. Das funktioniert so: den Menschen wird ein Gott vorgestellt, der allmächtig ist und nur unser Gutes will. Letzeres wird z.B. dadurch dokumentiert, dass religiöse Einrichtungen wohltätige Gaben verteilen und sich sozial engagieren. Sobald die Menschen fest glauben, kann man dann den Glauben mißbrauchen. So sagt man den Leuten z.B. bei einer militärischen Konfrontation, Gott steht auf unserer Seite und er wird uns im Krieg helfen. Wenn du im Krieg stirbst, dann wirst du ein Märtyrer und Gott wird dich belohnen. Gläubige Menschen gehen dann davon aus, dass sie Gott gefallen wenn sie besonders brutal mit den Feinden umgehen. Die natürliche Hemmschwelle der Menschen - andere Menschen zu verletzten oder zu töten - wird so außer Kraft gesetzt. Deshalb waren in den letzten 120.000 Jahren religiöse Menschen militärisch erfolgreicher als die Atheisten. Die Religiösen waren einfach die brutaleren und haben leichtfertiger getötet als die Ungläubigen. Besonders deutlich wird dies wenn man sich die Entstehung des Islam ansieht. Mohammed war ein Feldherr, ein Krieger, der zahlreiche Kriege geführt hat. Er brauchte einen Mechanismus um seine Soldaten zu motivieren. Darum hat er den Islam gegründet. So konnte er seine Leute immer davon überzeugen, dass Allah bei jedem seiner Kriege auf seiner Seite steht. Aber dies ist keineswegs nur ein islamischen Phänomen. Nicht jede Religion wurde aus rein militärischen Gründen wie der Islam gegründet, aber für militärische Zwecke benutzt wurden sie alle. So hat sich z.B. die katholische Kirche im Mittelalter aufgeführt wie heute der Islamische Staat (Morden im Namen der Religion war Standard). Noch im zweiten Weltkrieg haben die christlichen Kirchen Waffen der Nazis gesegnet. Auch mit dem Völkermord der Nazis hatten die Kirchen kein Problem. Es gibt allerdings noch einen weiteren Grund warum Menschen an einen Gott (oder auch mehrere) glauben: die eigene Überheblichkeit. Viele Menschen sind der Meinung, sie können die Welt vollständig verstehen. Und wenn dann doch ein Phänomen auftaucht, was sie nicht verstehen, dann sind sie der Meinung, das kann nur daran liegen, dass man das gar nicht verstehen kann. Also müssen übernatürliche Kräfte dahinter stecken. So war das z.B. in der Antike in Griechenland. Bei Gewitter gab's Blitze, aber keiner konnte sich erklären wie so ein Blitz entsteht. Also wurde Zeus erfunden und für zuständig erklärt. Heute weiß man allerdings was Elektrizität ist - also brauchen wir den Gott Zeus nun nicht mehr und haben ihn wieder abgeschafft. Eine weitere menschliche Eigenschaft, die zum Glauben führt, ist unsere Phantasie. In unseren Köpfen geistern immer wieder wilde Geschichten umher, die mit der Realität nichts zu tun haben. Viele Menschen sind aber davon überzeugt, dass da doch was dran ist. So hatte z.B. der Prophet Mohammed einer seiner entscheidenden religiösen Erfahrungen im Traum, als ihm der Erzengel Gabriel erschienen ist. Man hätte Mohammed vielleicht sagen sollen, dass Träume nicht Realität sind. Es gibt aber auch Tagträume und Einbildungen. Einige können so realistisch sein, dass man sie von der Realität kaum unterscheiden kann - besonders bei psychisch labilen oder erkrankten Personen. So kann es passieren, dass z.B. ein kleines Mädchen denkt, es hätte an den Pyrenäen die Mutter von Jesus Christus gesehen. Gott hat nicht die Menschen erschaffen, sondern der Mensch hat Gott erschaffen - in seiner Phantasie. Meine Tochter (Wirtschaftspsychologin) hat mich noch auf einen weiteren Grund für Religiosität hingewiesen: Menschen fühlen sich in einer Gemeinschaft geborgen, und eine solche Gemeinschaft kann z.B. auch eine Glaubens- oder Kirchengemeinde sein. Der Glaube dient dann als Bindeglied zwischen den Teilnehmern. Allerdings ist dieses Verlangen nach einer Gemeinschaft kein echter Grund um an Gott zu glauben. Ich bin sicher, vielen Kirchenmitglieder sind nur Mitglied weil sie "dazu gehören" möchten, egal ob es nun Gott tatsächlich gibt oder nicht. Ist Atheismus eine Religion?Was mich betrifft: nein. Es ist nicht so, dass ich nicht an Gott glaube. Vielmehr weiß ich, dass es keinen Gott gibt. Wissen und Glauben sind nicht das gleiche - aber sie sind auch nicht unabhängig von einander. Viele religiöse Menschen sagen aber, sie wollen nicht Wissen, sondern lieber Glauben. Das geht sogar so weit, dass manche sagen, sie glauben an einen Gott von dem sie wissen, dass es ihn nicht gibt. Sowas finde ich einfach absurd und nenne das Selbstverarschung. Allerdings unterscheide ich mich als Atheist nicht all zu sehr von religiösen Menschen. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass es ca. 3000 Religionen geben soll. Jeder religiöse Mensch wird sagen, dass er 2999 dieser Religionen ablehnt. Bei mir ist es nur eine mehr - also unterscheide ich mich von den Religiösen nur um 0,03%. Natürlich ist mir klar, dass Religion mehr ist als an einen Gott zu glauben. Viele Religionen begründen eine ganze Kultur. Der Islam, zum Beispiel, definiert durch die Scharia auch noch das Rechtesystem einer Gesellschaft. Natürlich bin ich sehr wohl der Meinung, dass eine Gesellschaft Werte, Ethik, Moral und Gesetze braucht. Allerdings meine ich, dass diese in der Gesellschaft in einem demokratischen Prozeß definiert werden sollten. Die Religionen wurden von einzelnen Personen bestimmt und lassen sich nur sehr schwer an veränderte Lebensverhältnisse und Kulturen anpassen. Warum ist mir das so wichtig?Wie schon gesagt, die durch Religionen gerechtfertigte Gewalt ist unerträglich. Wenn es gelingen würde diesen ganzen Unsinn zu beenden, dann würden wir alle in einer viel friedlicheren Welt leben. Durch Religionen gerechtfertigte Gewalt ist allgegenwärtig. Die religiösesten Länder sind sicherlich die arabischen - und nirgends wo anders werden so viele Kriege geführt und so viele Menschen hingerichtet wie dort - plus islamischer Terrorismus natürlich. Und wie sieht's bei den Christen aus? Das wohl religiöseste christliche Land sind die USA - aus historischen Gründen. Viele Europäer sind im 19ten Jahrhundert wegen religiöser Verfolgung nach Amerika ausgewandert. Erstaunlich finde ich, dass ausgerechnet das religiöseste christliche Land der westlichen Welt als einziges noch die Todesstrafe vollstreckt. In der Bibel steht, Du sollst nicht töten, aber das religiöse Verlagen zum Töten scheint größer zu sein. Schon John Lennon hatte erkannt, dass Religion eine Quelle von Gewalt ist. Die erste Strophe seines wohl berühmtesten Liedes lautet: Imagine there's no countries. It isn't hard to do. Nothing to kill or die for, and no religion too. Ein SelfieGerne frage ich einen Gläubigen: Hast Du ein Selfie mit dem lieben Gott? Antwort: Nein. Ich sag dann: Ich auch nicht, aber ein Selfie mit dem Teufel, das hab' ich: teufelsbrueck.htm.
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